Memorial der Republik Österreich in Maly Trostinec: "Massiv der Namen"

Robert Trepper, Ida Karp-Fischer, Irene Kohn, Slawa Braun, Theresia Kohn, Rosa Barich, Lea Pelz, Sigmund Körner, Ignaz Kweller, Paula Fischer, Harry Zimmermann, Lilli Rappaport, Frimet Goldstein, Adolf Kornfein, Henczia Sternhell, Ignatz Nasch, Aaron Steinfeld, Elsa Joszefi, Henriette Teller, Elsa Bacher, Eugenie Wachs, Irene Goldschmied, Gisela Kirnbauer, Simon Klein, Alice Brust, Max Goldfinger, Berl Gross, Marie Prinz, Arthur Loschitz, Alfred Grab – alle geboren am 28.03., von Wien nach Minsk / Maly Trostinec deportiert und ermordet: Bei der Einweihung des "Massiv der Namen" am 28.03.2019 verlas ich ihre Namen, Shmuel Barzilai, Oberkantor des Wienerstadttempels sang "El Male Rachamim" und für Arthur Loschitz, der am 28.03.2019 90 Jahre alt geworden wäre, hatte ich ein Namenschild angefertigt, das (der damals noch) Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit Oskar Deutsch – Präsident der IKG Wien – in der Blagowschtschina an einem Baum anbrachte.

Direkt über den Schildern für meine Verwandten Rosa, Viktor und Herta Ranzenhofer. Auch Herta hätte 2019 ihren 90. Geburtstag feiern können, sie wäre meine Tante Herta geworden. Ihr Bruder Alfons war mit einem Kindertransport nach England entkommen, Herta aber war mit ihren Eltern – genauso wie alle anderen – sofort nach ihrer Ankunft in Maly Trostinec ermordet worden, das Wäldchen Blagowschtschina, wo die Massenerschießungen stattgefunden hatten, heißt übersetzt "Wohlfühlort". Auch Alfred Grab, der letzte auf der Liste der Geburtstagskinder vom 28.03., hatte – wie die anderen – dort den Tod gefunden, aber kein Grab bekommen, keinen Grabstein. Bis zur Einweihung des "Massiv der Namen", dem Erinnerungszeichen der Republik Österreich.

Waltraud Barton, Obfrau und Gründerin des Vereins IM-MER Maly Trostinec erinnern und Initiatorin des Grabmals


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